Woran merke ich, dass zuhause
Unterstützung gebraucht wird?
Dafür gibt es keinen einzelnen Moment und keine
feste Checkliste.
Häufig sind es viele kleine Veränderungen:
Der Haushalt fällt zunehmend schwer. Einkäufe
werden vergessen. Mahlzeiten werden nicht mehr
regelmäßig zubereitet. Medikamente oder Ter-
mine geraten durcheinander. Jemand wird unsi-
cher beim Gehen oder fühlt sich alleine.
Oft merken Angehörige aber auch an sich selbst,
dass sich etwas verändert: Sie fahren immer häufi-
ger vorbei, organisieren immer mehr und haben
ständig das Gefühl, erreichbar sein zu müssen.
Spätestens wenn der Alltag nur noch funktioniert,
weil Angehörige dauerhaft einspringen, lohnt es
sich, über Unterstützung nachzudenken.
Dabei muss nicht sofort eine endgültige Entschei-
dung getroffen werden.
Ein erstes Gespräch kann schon helfen, die Situa-
tion etwas klarer zu sehen.
Muss meine Mutter oder mein
Vater jetzt ins Pflegeheim?
Nicht automatisch.
Ein Pflegeheim kann in bestimmten Situationen
die richtige Lösung sein. Aber es ist nicht der ein-
zige Weg.
Viele Menschen möchten möglichst lange dort
bleiben, wo sie ihr Leben verbracht haben: in der
eigenen Wohnung oder im eigenen Haus, mit ver-
trauten Möbeln, bekannten Nachbarn und den
eigenen Gewohnheiten.
Wenn die gesundheitliche und persönliche Situa-
tion es zulässt, kann eine Betreuungskraft dazu
beitragen, dieses Leben zuhause weiterhin mög-
lich zu machen. Ob das in Ihrem Fall realistisch
und sinnvoll ist, hängt vom tatsächlichen Unter-
stützungsbedarf ab.
Deshalb würde ich Ihnen niemals pauschal ver-
sprechen: „Natürlich kann Ihr Angehöriger
zuhause bleiben.“
Ich schaue mir lieber gemeinsam mit Ihnen an,
was benötigt wird und welche Unterstützung
zuhause möglich ist.
Habe ich versagt, wenn ich Hilfe
für meine Eltern brauche?
Nein. Viele Angehörige haben genau dieses
Gefühl.
Sie denken: Eigentlich müsste ich mich selbst küm-
mern. Schließlich haben meine Eltern früher auch
für mich gesorgt.
Aber Betreuung kann schnell zu einer Aufgabe
werden, die neben Beruf, eigener Familie und dem
eigenen Alltag kaum dauerhaft zu bewältigen ist.
Hilfe zu organisieren bedeutet nicht, Verantwor-
tung abzugeben. Es bedeutet, Verantwortung so
zu organisieren, dass sie langfristig getragen wer-
den kann.
Eine Betreuungskraft kann alltägliche Aufgaben
übernehmen und dadurch Freiraum schaffen.
Vielleicht können Sie dann wieder häufiger einfach
Tochter, Sohn oder Partner sein - und müssen
nicht bei jedem Besuch zuerst Einkaufslisten,
Wäsche, Termine und Medikamente im Kopf
haben.
Wie spreche ich mit meinen
Eltern darüber, dass sie Hilfe
brauchen?
Am besten nicht mit dem Satz: „Du kannst das
alleine nicht mehr.“ Denn genau davor haben viele
Menschen Angst: Selbstständigkeit und Kontrolle
zu verlieren.
Hilfreicher ist es häufig, über Entlastung und
Sicherheit zu sprechen.
Zum Beispiel:
„Mir fällt auf, dass manches anstrengender gewor-
den ist. Was würde dir den Alltag leichter
machen?“
Oder:
„Was müsste passieren, damit du möglichst lange
zuhause bleiben kannst?“
Damit verändert sich die Perspektive. Die Betreu-
ungskraft wird nicht zum Beweis dafür, dass
jemand etwas nicht mehr kann, sondern zu einer
Möglichkeit, möglichst viel Selbstständigkeit zu
erhalten.
Und manchmal braucht es mehrere Gespräche.
Das ist völlig normal.
Was mache ich, wenn meine
Mutter oder mein Vater keine
fremde Person im Haus möchte?
Diese Reaktion ist sehr verständlich. Schließlich
geht es um das eigene Zuhause - einen sehr per-
sönlichen Bereich.
Viele Menschen können sich zunächst nicht vor-
stellen, dass plötzlich eine fremde Person mit
ihnen zusammenlebt. Deshalb sollte eine Betreu-
ung nicht einfach über den Kopf des betreuten
Menschen hinweg organisiert werden, solange
dieser selbst mitentscheiden kann.
Hilfreich ist häufig, gemeinsam darüber zu spre-
chen, welche Vorteile die Unterstützung konkret
bringen könnte: weiter zuhause leben, Hilfe beim
Einkaufen, gemeinsam kochen, Begleitung beim
Spaziergang oder einfach jemanden im Haus
haben.
Auch die Auswahl der Betreuungskraft spielt eine
große Rolle. Je besser Persönlichkeit, Interessen
und Bedürfnisse zusammenpassen, desto leichter
kann Vertrauen entstehen.
Wie überzeuge ich meinen Vater
oder meine Mutter, Hilfe anzu-
nehmen?
Mit Druck funktioniert es meistens schlecht. Viele
Menschen hören hinter dem Satz „Du brauchst
Hilfe“ etwas anderes:
„Du bist nicht mehr selbstständig.“
Deshalb würde ich die Diskussion nicht über Defi-
zite führen, sondern über das Ziel.
Wenn das Ziel lautet: „Du sollst möglichst lange
zuhause bleiben können“, dann kann Unterstüt-
zung plötzlich ganz anders wahrgenommen
werden.
Manchmal hilft es auch, nicht sofort von einer
dauerhaften Lösung zu sprechen. Ein erster
Betreuungszeitraum kann zeigen, wie sich das
Zusammenleben entwickelt und ob die Unterstüt-
zung tatsächlich Entlastung bringt.
Wichtig ist vor allem, den betroffenen Menschen
möglichst weit in die Entscheidung einzubeziehen.
Was kann ich tun, wenn meine
Geschwister die Situation anders
beurteilen?
Das kommt häufiger vor, als man denkt. Ein
Geschwisterteil erlebt die Situation vielleicht täg-
lich, während ein anderes nur alle paar Wochen zu
Besuch kommt.
Dann entstehen schnell unterschiedliche Einschät-
zungen: „So schlimm ist es doch noch gar nicht.“
Oder: „Warum brauchen wir jetzt schon eine
Betreuungskraft?“
Hilfreich ist es, die Diskussion möglichst konkret
zu machen.
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Welche Aufgaben müssen aktuell übernom-
men werden?
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Wie häufig braucht jemand Hilfe?
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Was passiert nachts?
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Wer fährt zu Terminen?
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Wer kauft ein?
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Wer ist erreichbar, wenn etwas passiert?
Wenn alle dieselbe tatsächliche Situation betrach-
ten, lässt sich häufig sachlicher darüber sprechen,
welche Unterstützung notwendig ist.
Auch ein gemeinsames Beratungsgespräch kann
dabei helfen.
Muss ich als Angehöriger weiter-
hin ständig erreichbar sein?
Eine Betreuungskraft kann Angehörige deutlich
entlasten. Das bedeutet aber nicht, dass Familie
plötzlich keine Rolle mehr spielt.
Vielmehr verteilt sich Verantwortung neu. Im All-
tag ist eine Person vor Ort, die unterstützen,
begleiten und beobachten kann. Dadurch müssen
Angehörige nicht mehr jede Kleinigkeit selbst
organisieren.
Und sollte etwas bei der Betreuung unklar sein
oder sich die Situation verändern, bin auch ich als
Ansprechpartnerin da. Mein Ziel ist, dass Sie nicht
das Gefühl haben, nach der Vermittlung mit allen
Fragen wieder alleine dazustehen.
Kann Betreuung auch helfen,
wenn Angehörige weiter entfernt
wohnen?
Gerade dann kann Betreuung zuhause eine große
Entlastung sein. Nicht jede Familie lebt im selben
Ort.
Vielleicht wohnen die Kinder in München, Ham-
burg oder sogar im Ausland, während Mutter oder
Vater weiterhin in Ebersberg oder Erding zuhause
lebt.
Dann ist es schwer, regelmäßig vor Ort zu sein.
Eine Betreuungskraft kann den Alltag begleiten
und dadurch Sicherheit schaffen.
Natürlich ersetzt sie nicht die Familie. Aber sie
kann die Lücke zwischen gelegentlichen Besuchen
und der täglichen Unterstützung schließen.
Und Sie haben mit mir eine Ansprechpartnerin
hier in der Region, an die Sie sich wenden können,
wenn Fragen zur Betreuung entstehen.
Was ist, wenn ich einfach nicht
mehr kann?
Pflegende und betreuende Angehörige leisten
häufig sehr viel - manchmal über Jahre. Und oft
wird Hilfe erst dann gesucht, wenn die eigene
Belastungsgrenze längst überschritten ist.
Dabei muss niemand erst völlig erschöpft sein,
bevor Unterstützung organisiert werden darf.
Wenn Sie merken, dass Ihr Alltag dauerhaft von
Sorge, Organisation und Betreuung bestimmt
wird, ist das ein guter Grund, über Entlastung
nachzudenken.
Eine Betreuungskraft kann Aufgaben überneh-
men, die bislang bei Ihnen liegen.
Das kann Ihnen wieder Zeit geben: für Beruf,
Familie, eigene Termine oder einfach einmal für
einen Abend, an dem Sie nicht ständig auf das
Telefon schauen.
Verliere ich durch eine Betreu-
ungskraft den Kontakt zu mei-
nem Angehörigen?
Im besten Fall passiert genau das Gegenteil. Wenn
Angehörige dauerhaft für Einkäufe, Haushalt, Ter-
mine und Betreuung zuständig sind, verändert
sich eine Beziehung.
Aus Tochter oder Sohn wird zunehmend Organisa-
tor, Fahrer, Haushaltshilfe und Betreuungsperson.
Eine Betreuungskraft kann einen Teil dieser Auf-
gaben übernehmen.
Dadurch entsteht wieder Raum für andere Dinge:
zusammen Kaffee trinken, erzählen, gemeinsam
einen Ausflug machen oder einfach Zeit mitein-
ander verbringen.
Viele Angehörige empfinden genau diese Verände-
rung als große Entlastung.
Wie entscheide ich, ob Betreu-
ung zuhause für unsere Familie
passt?
Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine tref-
fen. Am Anfang reicht es völlig, mir Ihre Situation
zu schildern.
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Wer braucht Unterstützung?
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Was funktioniert noch gut?
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Wo wird es schwierig?
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Was leisten Angehörige bisher?
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Welche Wünsche hat der betreute Mensch?
•
Und was macht Ihnen momentan am meisten
Sorgen?
Aus diesen Informationen können wir gemeinsam
herausarbeiten, welche Unterstützung sinnvoll
sein könnte. Vielleicht ist eine Betreuungskraft
zuhause genau die passende Lösung. Vielleicht
braucht es eine Kombination mit einem ambulan-
ten Pflegedienst oder anderen Angeboten.
Und manchmal ist auch eine andere Betreuungs-
form sinnvoller. Mir ist wichtig, Ihnen nicht
irgendeine Lösung zu verkaufen, sondern gemein-
sam mit Ihnen einen Weg zu finden, der wirklich
zu Ihrer Situation passt.
Melanie Hambückers
Ich bin Ihre persönliche
Ansprechpartnerin für Ebersberg
und Erding
Telefon: 089 5000 5040
Mobil + WhatsApp: 0176 220 416 67
E-Mail: ebersberg-
erding@promedicaplus.de
Rufen Sie mich einfach an. Erzählen Sie
mir, wie es bei Ihnen aussieht - dann
schauen wir gemeinsam, was möglich
ist.
FAQ: Für pflegende Angehörige
Für Angehörige
Wenn es zuhause alleine nicht
mehr geht
Vielleicht merken Sie schon seit einiger Zeit, dass
sich etwas verändert.
Die Einkäufe werden schwieriger. Das Essen
bleibt im Kühlschrank. Termine werden
vergessen. Nachts klingelt häufiger das Telefon.
Oder Sie fahren immer öfter vorbei, um nach
dem Rechten zu sehen.
Und irgendwann steht die Frage im Raum: Wie
lange schaffen wir das noch alleine?
Für viele Angehörige ist dieser Moment nicht
leicht. Schließlich möchte niemand einem
geliebten Menschen das Gefühl geben, nicht
mehr selbstständig zu sein. Gleichzeitig kann
Verantwortung auf Dauer sehr belastend werden.
Eine Betreuungskraft zuhause kann eine
Möglichkeit sein, Unterstützung zu organisieren,
ohne dass der betreute Mensch seine vertraute
Umgebung verlassen muss.
Als persönliche Ansprechpartnerin für Ebersberg
und Erding höre ich mir Ihre Situation in Ruhe an
und helfe Ihnen dabei, herauszufinden, welcher
Weg zu Ihnen und Ihrer Familie passen könnte.