Kann ein Mensch mit Demenz
weiterhin zuhause leben?
In vielen Fällen ja.
Gerade für Menschen mit Demenz kann die ver-
traute Umgebung eine große Bedeutung haben.
Die eigenen Räume, bekannte Möbel, gewohnte
Wege und tägliche Rituale können Orientierung
und Sicherheit geben.
Eine Betreuungskraft kann dabei helfen, den Alltag
zuhause zu strukturieren und dort zu unterstüt-
zen, wo zunehmend Hilfe benötigt wird.
Ob Betreuung zuhause die passende Lösung ist,
hängt allerdings immer von der individuellen Situ-
ation und dem Unterstützungsbedarf ab.
Deshalb ist für mich entscheidend, zunächst
genau hinzuschauen: Was funktioniert noch gut?
Wo entstehen Schwierigkeiten? Welche Unterstüt-
zung wird benötigt?
Gemeinsam können wir dann beurteilen, welche
Form der Betreuung sinnvoll ist.
Sind Betreuungskräfte für den
Umgang mit Demenz geschult?
Bei der Auswahl einer Betreuungskraft berück-
sichtigen wir, welche Erfahrungen und Fähigkei-
ten für die jeweilige Situation benötigt werden.
PROMEDICA schult Betreuungskräfte für unter-
schiedliche Betreuungssituationen. Bei einem
erhöhten Unterstützungsbedarf, beispielsweise
bei einer fortgeschrittenen Demenz oder ausge-
prägter Unruhe, können gezielt Betreuungskräfte
mit entsprechender Erfahrung oder zusätzlicher
Schulung ausgewählt werden.
Deshalb ist es wichtig, dass wir im Vorfeld offen
darüber sprechen, wie weit die Demenzerkran-
kung fortgeschritten ist und welche Situationen
im Alltag auftreten.
Je genauer ich Ihre Situation kenne, desto geziel-
ter kann nach einer passenden Betreuungskraft
gesucht werden.
Wie kann eine Betreuungskraft
bei Demenz unterstützen?
Bei Demenz können ganz unterschiedliche Dinge
des täglichen Lebens schwieriger werden.
Eine Betreuungskraft kann beispielsweise:
•
bei der Tagesstruktur unterstützen,
•
an Mahlzeiten und regelmäßiges Trinken erin-
nern,
•
beim Einkaufen und Kochen helfen,
•
bei der persönlichen Grundversorgung unter-
stützen,
•
bei Spaziergängen und alltäglichen Aktivitäten
begleiten,
•
Gesellschaft leisten,
•
zu Beschäftigungen und Bewegung motivie-
ren,
•
Orientierung im Tagesablauf geben,
•
im Haushalt unterstützen.
Dabei sind häufig gerade die kleinen, wiederkeh-
renden Dinge besonders wichtig.
Ein gemeinsames Frühstück, der Spaziergang am
Nachmittag oder vertraute Abläufe am Abend
können helfen, dem Tag Struktur zu geben.
Was hilft bei Unruhe oder Orien-
tierungslosigkeit?
Menschen mit Demenz erleben ihre Umgebung
manchmal anders als Angehörige oder Betreu-
ungspersonen.
Es kann vorkommen, dass jemand unruhig wird,
nach Hause möchte, obwohl er bereits zuhause
ist, vertraute Personen zeitweise nicht erkennt
oder nachts glaubt, der Tag habe bereits begon-
nen.
In solchen Situationen können Ruhe, vertraute
Abläufe und eine möglichst konstante Bezugsper-
son hilfreich sein.
Eine Betreuungskraft kann den Tagesablauf
begleiten, Orientierung geben und versuchen,
Sicherheit zu vermitteln, ohne den Menschen
ständig zu korrigieren oder unter Druck zu set-
zen.
Welche Situationen auftreten und wie häufig sie
vorkommen, sollten wir bereits bei der Bedarfser-
mittlung möglichst genau besprechen.
So kann bei der Auswahl der Betreuungskraft
berücksichtigt werden, welche Erfahrung benötigt
wird.
Was passiert, wenn mein Ange-
höriger die Betreuungskraft
zunächst nicht akzeptiert?
Das kommt vor und ist verständlich.
Für einen Menschen mit Demenz kann eine
unbekannte Person im eigenen Zuhause
zunächst irritierend sein. Auch Angehörige brau-
chen manchmal etwas Zeit, um sich an die neue
Situation zu gewöhnen.
Deshalb ist ein behutsamer Einstieg wichtig.
Eine Betreuungskraft sollte nicht versuchen, vom
ersten Tag an sämtliche Gewohnheiten zu verän-
dern. Viel wichtiger ist es, Vertrauen aufzubauen,
den Menschen kennenzulernen und vertraute
Abläufe möglichst beizubehalten.
Manchmal braucht diese Beziehung einfach
etwas Zeit.
Wenn sich jedoch zeigt, dass es dauerhaft nicht
funktioniert, sprechen Sie mit mir. Wir schauen
gemeinsam, woran es liegt und welche Lösung
möglich ist.
Warum sind feste Abläufe bei
Demenz so wichtig?
Ein geregelter Tagesablauf kann Menschen mit
Demenz Orientierung geben.
Wenn bestimmte Dinge immer wieder ähnlich
ablaufen, entsteht Vertrautheit: morgens gemein-
sam frühstücken, zu einer bestimmten Zeit
spazieren gehen, mittags essen, eine Ruhepause
machen oder abends den Tag auf gewohnte
Weise ausklingen lassen.
Solche Rituale können Halt geben, wenn andere
Dinge zunehmend unsicher werden.
Natürlich soll daraus kein starres Programm ent-
stehen.
Eine gute Betreuung orientiert sich an den
Gewohnheiten, Vorlieben und Möglichkeiten des
Menschen und versucht, möglichst viel davon zu
erhalten.
Kann eine Betreuungskraft auch
nachts helfen?
Bei Demenz kann sich der Tag-Nacht-Rhythmus
verändern. Manche Menschen werden nachts
häufiger wach, sind unruhig oder benötigen Ori-
entierung.
Deshalb gehört die Nachtsituation unbedingt zu
unserer Bedarfsermittlung.
Wichtig ist dabei: Auch eine im Haushalt lebende
Betreuungskraft arbeitet nicht 24 Stunden ohne
Unterbrechung und benötigt ausreichende Ruhe-
zeiten.
Gelegentliche Unterstützung in der Nacht ist
etwas anderes als ein regelmäßig sehr hoher
nächtlicher Betreuungsbedarf.
Wenn nachts häufig oder dauerhaft intensive
Hilfe erforderlich ist, müssen wir gemeinsam prü-
fen, wie die Betreuung sinnvoll organisiert wer-
den kann und ob zusätzliche Unterstützung
notwendig ist.
Darf die Betreuungskraft
Medikamente geben?
Hier ist eine klare Abgrenzung wichtig.
Eine Betreuungskraft kann im Alltag unterstützen
und beispielsweise an die Einnahme bereits
vorbereiteter Medikamente erinnern.
Medizinische Behandlungspflege und Tätigkeiten,
die eine entsprechende pflegerische oder
medizinische Qualifikation voraussetzen, gehören
jedoch nicht automatisch zu den Aufgaben einer
Betreuungskraft.
Wenn solche Leistungen erforderlich sind, kann
die Betreuung zuhause beispielsweise mit einem
ambulanten Pflegedienst kombiniert werden.
Das ist in vielen Haushalten eine sinnvolle
Lösung: Die Betreuungskraft begleitet den Alltag,
während medizinisch notwendige Pflegeleistun-
gen von entsprechend qualifizierten Fachkräften
übernommen werden.
Was passiert, wenn die Demenz
fortschreitet?
Demenz verändert sich im Laufe der Zeit. Damit
kann sich auch der Unterstützungsbedarf verän-
dern.
Vielleicht war anfangs vor allem Gesellschaft und
Hilfe im Haushalt wichtig. Später werden mögli-
cherweise mehr Orientierung, Unterstützung bei
der Körperpflege oder eine intensivere Beglei-
tung benötigt.
Deshalb sollte auch eine bestehende Betreuung
immer wieder an die aktuelle Situation angepasst
werden.
Wenn Sie merken, dass sich etwas verändert,
sprechen Sie mich an.
Wir schauen gemeinsam, ob die bisherige Betreu-
ung noch passt oder ob bei einem nächsten
Einsatz andere Erfahrungen oder Qualifikationen
der Betreuungskraft benötigt werden.
Betreuung ist für mich kein einmalig abgeschlos-
senes Vermittlungsprojekt, sondern ein Prozess,
den wir gemeinsam begleiten.
Entlastet eine Betreuungskraft
auch die Angehörigen?
Ja - und das ist ein sehr wichtiger Teil der Betreu-
ung.
Viele Angehörige kümmern sich über Monate
oder Jahre um einen Menschen mit Demenz. Sie
organisieren Termine, kaufen ein, fahren vorbei,
telefonieren mehrmals am Tag und sind innerlich
ständig in Bereitschaft.
Irgendwann wird daraus eine enorme Belastung.
Eine Betreuungskraft kann Verantwortung im All-
tag übernehmen und dadurch Freiräume schaf-
fen.
Das bedeutet nicht, dass Angehörige weniger
wichtig werden. Im Gegenteil: Oft ermöglicht die
Entlastung erst wieder, Tochter, Sohn oder Part-
ner zu sein und nicht ständig nur organisieren
und betreuen zu müssen.
Hilfe anzunehmen ist deshalb kein Rückzug aus
der Verantwortung. Es kann eine Möglichkeit
sein, Betreuung langfristig überhaupt zuhause zu
ermöglichen.
Wann reicht eine Betreuungs-
kraft bei Demenz allein nicht
aus?
Auch diese Frage gehört für mich zu einer ehrli-
chen Beratung.
Eine Betreuungskraft kann im Alltag sehr viel leis-
ten. Sie ersetzt aber nicht automatisch einen
ambulanten Pflegedienst, eine Pflegefachkraft,
ärztliche Versorgung oder andere notwendige
professionelle Hilfen.
Je nach Verlauf der Demenz und gesundheitlicher
Situation kann deshalb eine Kombination ver-
schiedener Angebote notwendig sein. Das muss
kein Argument gegen Betreuung zuhause sein.
Im Gegenteil: Häufig funktioniert Betreuung
gerade deshalb gut, weil verschiedene Hilfen
sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Mein Ziel ist nicht, Ihnen irgendeine Betreuung zu
verkaufen. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen her-
ausfinden, was in Ihrer konkreten Situation
wirklich funktioniert.
Wie finde ich eine passende
Betreuungskraft für einen Men-
schen mit Demenz?
Bei Demenz ist mir die sorgfältige Bedarfsermitt-
lung besonders wichtig. Wir sprechen darüber,
wie der Alltag aussieht, wie selbstständig Ihr
Angehöriger noch ist, welche Gewohnheiten
wichtig sind und welche Situationen schwierig
werden.
Auch Unruhe, nächtliches Aufstehen, Orientie-
rungsschwierigkeiten oder Veränderungen im
Verhalten sollten dabei offen angesprochen wer-
den. Auf dieser Grundlage kann gezielt nach
einer Betreuungskraft gesucht werden, deren
Erfahrung und Persönlichkeit möglichst gut zu
Ihrem Angehörigen passen.
Und auch nach Beginn der Betreuung bleibe ich
Ihre persönliche Ansprechpartnerin.
Wenn Fragen entstehen, sich die Situation verän-
dert oder etwas nicht funktioniert, melden Sie
sich bei mir.
FAQ: Betreuung bei Demenz
Betreuung zuhause
bei Demenz |
Ebersberg & Erding
Vertraut zuhause leben
Eine Demenzerkrankung verändert vieles.
Gewohnte Abläufe werden schwieriger,
Orientierung geht verloren und auch für
Angehörige wächst häufig die Sorge: Kann unsere
Mutter, unser Vater oder unser Partner noch
zuhause bleiben?
In vielen Situationen kann eine Betreuungskraft
dazu beitragen, den Alltag in der vertrauten
Umgebung weiterhin möglich zu machen.
Dabei geht es nicht nur um praktische Hilfe.
Gerade bei Demenz können ein geregelter
Tagesablauf, wiederkehrende Rituale, persönliche
Ansprache und eine vertraute Bezugsperson
Sicherheit geben.
Welche Unterstützung benötigt wird, ist von
Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb
schaue ich mir gemeinsam mit Ihnen die
persönliche Situation genau an und helfe dabei,
eine Betreuungskraft zu finden, die möglichst gut
zum Menschen und zu seinem Alltag passt.